Muskelkater

Muskelkater kennt jeder, manchmal am ersten Tag schon schlimm, oft am 2.Tag noch schlimmer.

Es gibt eine große Anzahl an Ursachen, und wenig Lösungen, die wirlich helfen. Hier die 2 häufigsten Ursachen und einige Lösungen:

  1. Ursache: Ungewohnte Bewegung
    In diesem Fall funktioniert das Zusammenspiel der Muskulatur nicht richtig, woraus ein Muskelkater folgt. Dabei muss die ungewohnte Bewegung weder sehr intensiv, noch sehr lange ausgeführt werden.
    Beispiel 1: Sie müssen 100 Stecknadeln von einem Tisch in eine Pinwand stecken. Die Arm- Finger- Schultermuskeln werden es Ihnen mit Sicherheit mit Muskelkater danken, da es eine ungewohnte Bewegung ist, weder besonders anstrengend, noch besonders lang ausgeführt.
    Beispiel 2: Ein Triathlet spielt 1x/Monat Fußball. Als Läufer machte ich diese Erfahrung des öfteren.
  2. Ursache: Überlastung
    Eine häufige im Sport vorkommende Form: Bei Einheiten die sehr intensiv (schnell) oder lange ausgeführt werden tritt diese Form des Muskelkaters auf. Besonders häufig im Kraftsport, auch im Ausdauersport beispielsweise nach intervallartigen Belastungen.
    Dabei kommt es zu Muskelschädigungen auf kleinster Ebene, die in schmerzvoller Weise als Entzündungen auftreten.

Und dazu gibt es ein paar Tips und Ticks, Muskelkater und Entzündungen vorzubeugen.

  1. Kältebehandlung
    Australische Schwimmtrainer lassen Ihre Athleten unmittelbar nach harten Trainingseinheiten ins eiskalte Tauchbecken
    Internationale Topläufer gehen unmittelbar nach dem Training in St.Moritz (Trainingslager) einige Minuten "Kneippen" in den See
    Auch ich selbst habe mich schon einige male nach Intervallen bis an die "Empfindlichkeitsgrenze" in den See gestellt.
    Hintergrund: Durch Kälte zieht sich der Muskel zusammen, und die Stoffwechselendprodukte werden gewissermassen aus den Muskeln in die blutbahn gequetscht, und abtransportiert. Danach sollte man selbstverständlich noch locker auslaufen, und dehnen, bis die ursprüngliche Länge der Muskulatur wieder hergestellt ist. Auch im Kampfsportbereich werden beispielsweise Kickboxern Eisbeutel um Blutergüsse gewickelt, um im Anschluss locker auszulaufen. Dauer ja nach betroffener Muskulatur und Körperoberfläche von 2-10 Minuten.
  2. Zink, Vitamin D, und Magnsesium
    Einer Ihrer zahlreichen Funtionen ist es, oxidativen Stress auf zellulärer Ebene abzubauen.
  3. Entzündungshemmende Medikamente
    Auf einer Trainertagung erfuhr ich, dass Athleten bereits VOR sehr intensiven Trainingseinheiten entzündungshemmende Medikamente wie Pakemed, Thomapyrin, Paracetamol verabreicht bekamen. Dies ist sicherlich nicht zu empfehlen.
  4. Melatonin
    Hier handelt es sich um ein Hormon der Zirbeldrüse, das in der Netzhaut des Auges und im Darm produziert wird, und in der Nacht freigesetzt wird und starkt antioxidativ wirkt. Deshalb: ausreichend Schlafen nach hartem Training